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Mittlerweile sind wir auch geistig wieder in Deutschland angekommen und der Alltag hat uns eingeholt. Etwas wehmütig blicken wir zurück auf unser Abenteuer und würden nichts lieber tun als sofort wieder loszufahren! Die Reise war ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis, so vollgepackt mit verschiedensten Eindrücken und tollen Erlebnissen, dass es schwerfällt sie in wenigen Worten zusammenzufassen. Daher lassen wir an dieser Stelle einfach die Bilder sprechen!

Rallyefotos

284 Fotos

Viel Spaß beim Ansehen,

Daniel & Lars

Hallo,

lange haben wir uns nicht gemeldet und schon ist die Rallye eigentlich vorbei.

WIR SIND  AM 23.3. GEGEN 19.00 ANGEKOMMEN IN BANJUL! Das Auto ist intakt und wir auch, auch wenn sich der Wüstenstaub erst durch mehrere intensive Duschen abwaschen ließ und uns immernoch verfolgt vor allem in unseren Schuhen. Das Auto wird gerade gewaschen, alles ist also bestens.

Was alles passiert ist seit unserem letzten Post in Dakhla lässt sich kaum aufschreiben, hier aber ein Überblick:

Von Dakhla ging es Richtung Mauretanische Grenze, wir waren ja schon voll ausgerüstet mit Benzin und Wasser und brauchten daher eigentlich nichts mehr. Kurz vor der Grenze war mitten im Nichts eine ziemlich große Raststätte, wo wir aber 2 Stunden vergeblich auf Essen warten mussten. Der Kellner und eigentlich alle Angestellten waren total überfordert, aber wir hatten zum Glück selbst noch genug Reserven. Der Grenzübertritt war eigentlich relativ unspektakulär. Viel warten und stehen in der Mittagshitze. Pässe bei dubiosen Grenzposten abgeben. Das Ausreisen aus Marokko war ungefähr so langwierig wie das Einreisen nach Mauretanien. Zwischen Marokko und Mauretanien liegt ein etwa 5KM breiter Streifen “Staatenloses Land” wo diverse Autowracks und Müll liegen. Scheinbar wohnen da auch ein paar Leute, es gibt zumindest so eine Art Hütten. Da dieser Streifen zwischen den Ländern keinem gehört ist er natürlich auch nicht geteert und man muss Schlaglöcher die eher Bombenkatern ähneln und hüfthohe Findlinge umfahren. Zum Glück hatte dort keiner eine Panne.

Die Einreise nach Mauretannien war eigentlich auch unspektakulär. Zuerst mussten die Autos irgendwie angemeldet werden und dann musste jeder einmal im Grenzhäusschen vorsprechen und alles wurde in einem großen Buch von Hand notiert. Stempel drüber übers Visa und fertig. Dauert bei 100 Leuten natürlich trotzdem relativ lange.Im Grenzhäuschen stehen 2 unbenutzte und verpackte Computer, die Technik zur Beschleunigung des Vorgangs ist also theoretisch zumindest da =)

Nach der Grenze ging es mit unseren 3 Wüstenführern dann direkt zum ersten Wüstenlager, die “Versteckte Düne”. Leider war ungefähr Windstärke 10, so dass man außerhalb des Autos gesandstrahlt wurde. Abhilfe schaffen Schaals und Skibrillen. Das Zelt hinter unserer Wagenburg aufschlagen war sogar mit Wurfzelt nicht einfach, zum Glück hatten wir unseren “Dolmetscher” getauften Vorschlaghammer dabei (dafür nochmal vielen Dank an Rudi) um die Heringe halbwegs in den steinigen Sand zu treiben. Essen kochen war auch nicht ganz einfach, am Ende saßen wir zu Viert mit Brenner in unserem Zelt, unsere letzten Eier wurden zu Sand-Rührei verarbeitet, sonst hatten wir natürlich Oliven, Brot, Butter und Cornichons. Spanischer (Schweine)-Schinken fand sich auch noch, so dass wir am Ende doch alle recht glücklich waren. Beim Essen stellten wir auch fest, dass eine der Lüftungsöffnungen des Zelts im Wind stand und dadurch feiner Sand in unser Zelt blies. Das musste natürlich noch mit Panzertape und einem Handtuch verhindert werden. Zur gleichen Zeit gab es auch eine kurzen medizinischen Einsatz, ein Mitglied eines anderen Teams war wahrscheinlich dehydriert und war kurz zusammengesackt. Zum Zugang-legen wars aber noch nicht schlimm genug, von daher war nur “Droge-Arzt” in Form unseres approbierten Freunds Alex vom Team Mövenschiet nötig und alles war wieder gut.

An der versteckten Düne hatten wir dann auch endlich die Möglichkeit das Sperlingsche Outdoor Klo zu entweihen.  Ist in einem Sandsturm unterm Sahara-Sternenhimmel jedenfalls eine außergewöhnliche Erinnerung.

Einfahrt in die Wüste

Nach dem Einpacken ging es am nächsten Morgen dann erstmal noch ein Stück weiter über die Straße bis zur Abfahrt in die Wüste. Vorher wurde nochmal alles gecheckt und los ging es in das 45 Grad heisse nichts. Lars war am Steuer und führte unseren treuen Volvo mit maximaler Beladung und ca. 10cm Bodenabstand durch ein Steinfeld. Der Unterbodenschutz wurde mehrmals hart malträtiert und ist jetzt mit Beulen und Kratzern über und über verziert (Danke nochmal an Esso für diese deutsche Wertarbeit!!).

Nach ca. 30 Minuten gabs dann das Erste Malheur. Die Sternenelchsche C-Klasse hatte ein Leck  am Tank. 3 Stunden Reparatur, diverse Kaffee,Snacks,X-Golf-Runden und Klopausen später waren wir “On-Track” aber auch nur für 6KM. Dann war der halbe Konvoi verloren und wir mussten wieder warten.

Das fahren in diesem Teil der Sahara muss man sich so vorstellen, dass der Boden relativ steinig und fest ist und überall wachsen kleine grüne Büsche. Diese sitzen jedoch auf auf einem kleinem Sandhaufen und mit Pech verdecken Sie einen Stein.Zwischendurch sieht man immer wieder Streifen mit mehr Vegetation z.B.  kleine dornige Bäume. Diese Streifen sind meist aus weichem Sand, hier muss man im 2. Gang mit Vollgas durch, auch wenn man dann teilweise hart aufsetzt.

Genau an einem dieser Streifen versackten bei der Durchfahrt gleich ALLE VW-Busse und alle etwas tieferen Autos. Durch Lars Fahrgeschick, meine “VOLLGAS!VOLLGAS!”-Schreie und die Massenträgheit unseres Volvos konnten wir der Einsandung zum Glück entgehen.

Nachdem das Reparieren der Benzinleitung doch recht lange dauerte und nun auch noch die Einsandung zu bewältigen war, schlugen wir gegen 7 unser Nachtlager
an einer etwas geschützten Stelle auf. Bisher noch unerwähnt sind die 2 Jeeps mit jeweils 8 Soldaten, wovon 6 immer auf der Ladefläche ihres Pick-Ups dösten. Angeblich
gibt es ja Entführungsgefahr in der Sahara, daher müssen die Fahrten hier immer durch Militär/Polizei gesichert werden. Während wir ein ganzes Auto voll Proviant und Equipment dabei hatten,
reicht den Soldaten scheinbar sehr wenig, denn Gepäck konnte man eigentlich nie sehen.
Das Nachtlager war zum Glück nicht so windig wie das Erste, daher alles sehr entspannend.
Am nächsten Tag sollte der Start PUNKT 8 erfolgen, doch wg. einer Reifenpanne bei einem anderen Team wurde es doch eine afrikanische 8 oder c.c.t.
Am frühen Mittag nach mehreren kleinen Unterbrechungen (Reifenpannen, harte Aufsetzter, verlorene Spoiler und Schürzen) dann die nächste große Panne,
der GAMBUS hatte ein Leck in der Ölwanne und diese musste
notdürftig mit einem Kanister geflickt werden. Wieder war eine 3 stündige Pause angesagt, bei der mit Klappspaten und Klopapier auch
“größere” Bedürfnisse befriedigt werden konnten. Wir hatten eine sehr entspannte Zeit unter der Plane die zwischen Buttje (Team Mövenschiet) und dem Badenexpress Volvo und
dem Mercedes von JungeJunge aufgespannt wurde. Außer Kaffee gabs auch Bratwurst aus der Dose, eine Badische Spezialität. Außerdem machten Lars und ich uns schöne “Rostige Nagel” Kennzeichen um die Zeit vernünftig zu nutzen.
Nachdem der GAMBUS wieder fit war, ging es weiter.
Leider trafen wir wieder auf einen Sandstreifen von ungeahntem Ausmaß, so dass wieder zahlreiche Fahrzeuge versackten. Nachdem es nun doch wieder recht spät war und der Zeitplan für die Weiterfahrt kaum noch zu bewältigen,
wurde die Entscheidung getroffen, die Gruppe aufzuteilen. Wir fuhren also zum letzten Stück Straße (nach Nouakchott), wo alle beschädigten bzw. recht tiefen Fahrzeuge abfahren konnten.
Ca. 20 Fahrzeuge entschieden sich für die Straße, der Rest fuhr ca. 40min weiter bis es Team Wüstenstern voll erwischte: am einzigen Stein weit und breit wurde die Ölwanne faustgroß aufgerissen und wir schlugen zwangsläufig wieder
unser Nachtlager auf.
Am nächsten Tag ging es frohen Mutes weiter, aber unsere Tour stand unter keinem guten Stern als bei einer Pause ein Mitglied der Rallye verletzt wurde. Folgerichtig brachen
wir die Wüstenfahrt an dieser Stelle ab und kehrten zurück. An der Auffahrt zur Straße verloren die Troglodyten auch noch ihre Benzinleitung, so dass auch hier wieder warten
angesagt war. Aber Schlussendlich ging es dann auch der Straße Richtung Nouakchott, wo wir in einer Art Ferienanlage untergebracht wurden und dann auch noch einen Ruhetag
hatten (am nächsten Tag). Die Schäden am Volvo bis zu diesem Punkt:
- Auspuffalterung hinten defekt –> repariert
- Kennzeichen inklusive Halterung vorne verloren bei einem epischen Sprung über einen Sandwall (Laut Aussage Sternenelche und Sandmänner Boden Hinterrad-Abstand ca. 60cm…)
- Diverse Dellen im Unterbodenschutz und Auspuff

Nouakchott
Die Anlage in Nouakchott hatte sogar einen Pool und war eigentlich mal ein Hotel von einer Ölfirma aus den 80ern und angeblich das Beste, was es dort so gibt.
Es stand zwar alles leer und es gab nur ein funktionierendes (europäisches) Klo (und 2 arabischer Bauart), aber die waren auf Grund der zahlreichen Durchfall-Opfer doch schnell relativ eklig.
Fließendes Wasser war auch nicht immer verfügbar, aber von der Wüste waren wir Schlechteres gewohnt und der Pool versöhnte uns mit dem fehlenden Licht in der Dusche. Außerdem war
der Campingplatz “All-Inclusive” und wir hatten wirklich ausgezeichnetes Essen.
Am nächsten Tag (20.3.) erkundeten die wir Nouakchott. Schon von daher ein Highlight, weil es wahrscheinlich nur sehr selten Touristen gibt (zumindest wurden wir so angeschaut).
Die Stadt ist wie wir schon gehört haben ziemlich dreckig und es gibt auch keine Gehwege.
Auch nicht ganz ungefährlich sind die großen Öffnungen an den Staßenrändern, wo die “Kanalisation” offen ist. Der zentrale Markt auf dem wir waren war faszinierend, aber
wenn man mit jedem erstmal 30min verhandeln muss, wenn man etwas kaufen möchte, vergeht einem doch recht schnell die Lust (vor allem wenn man kein Französisch kann).
Alkohol ist übrigens in Mauretanien strengstens verboten. Trotzdem konnten wir über “geheime” Wege etwas Bier besorgen, jedoch nicht zu wirklich günstigen Preisen.
Nett war auch der morgendliche Wecker in Form des Muezzins der gefühlten 1000 Moscheen, die alle irgendwann ziwschen 5 und 7 anfangen zu singen.

Senegal

Am 21.3. ging es dann weiter Richtung Senegal. Dazu mussten wir entlang einer Straße parallel zur Küste fahren. Um aus der Stadt überhaupt rauszukommen mussten wir erstmal
im Konvoi (mit Warnblinkern! zum Glück hatten wir und der Wüstensperling CB-Funk für die Koordination und die Vormeldung von Schlaglöchern und auf der Straße liegenden Tieren und
Hindernissen) durch die “Badlands” von Nouakchott fahren. Alles ist Kilometerweit voller Müll. Dann kommen einige Fabriken (Fisch?Beton?Sand?) und irgendwann hört die Straße
dann ganz auf und man fährt “off-road” Richtung Grenze. Hier gab es dann abgesehen von sehr sehr viel Staub auch wieder einige Einsandungen,
so dass an einer Stelle alle Autos einzeln mit Anweisung und Vollgas über eine Sandgrube vor einer Steigung brettern mussten. Das Ganze bei 45Grad in der prallen Sonne.
Hier hatten die Sperlinge auch mit Hitzeproblemen zu kämpfen, der Motor war komplett heissgelaufen. Das Öffnen des Kühlflüssigkeitsdeckels ist dann nicht so eine gute Idee.
Eine 2 Meter hohe Fontäne kochendes Kühlwasser ist dann das Resultat. Dank unserer schier unendlichen Wasservorräte, war das Nachfüllen jedoch kein Problem.
Die Grenze zum Senegal liegt in einem Naturpark (eine Art Mangroven-Gebiet). Diese erreichten wir, durch die Fahrt entlang eines kleinen Dammes,
der wahrscheinlich vor Überschwemmungen schützen soll. Hier ist Piste jedoch wirklich schlecht. Metertiefe Bombenkrater denen man ausweichen muss wechseln sich mit tiefen
Querrillen ab. Die Federung des Volvos wurde auf jedenfall stark in Anspruch genommen. Manche Rallyeteilnehmer fuhren aber teilweise doch noch zu rabiat und es gab wieder
eine Ölwanne zu beklagen. Ansonsten machte das Fahren an der Schrägseite des Dammes doch ziemlich Laune. Wenn die Teilnehmer vor einem nicht zu langsam waren, kam richtig
Rallye-Feeling auf!
Nach dem unspektakulären Grenzübertritt Mauretanien-Senegal wurden wir wiedermal mit einer Vielzahl bettelnder Kinderscharen konfrontiert. Von der Grenze ging es recht zügig
mit der Zolleskorte nach St. Louis im Senegal. Dort fuhren wir direkt auf einen wunderschönen Campingplatz am Meer, der durchaus europäischen Standard bereithielt. Und es gab
Bier (!) in 660ml Flaschen. Eiskalt direkt aus Dakar.
Sehr beeindruckt waren wir von der schieren Anzahl der Menschen. In Mauretanien waren ja meist nicht so extrem viele Menschen auf den Straßen, aber im Senegal scheint es subjektiv
keine Menschen über 20 zu geben und es ist einfach unfassbar voll überall.
Am nächsten Tag war wieder ein Ruhetag und wir hatten ein wenig Zeit uns St. Louis anzusehen. Die Stadt ist durchaus schön in Ihrem kolonialem Baustil, aber die Armut ist
wirklich krass. Außerdem gibt es scheinbar öfters Touristen, wir wurden regelrecht von irgendwelchen Souvenir-Händlern und Kindern verfolgt. Frei bewegen ist dann kaum noch möglich,
wenn man jedem Meter angesprochen wird. Nach einer guten Stunde hatten wir die Nase voll und es ging zurück zum Campingplatz. Der Strand am Campingplatz war zwar wunderschön
jedoch völlig vermüllt und leider wurde der Ausgang auch von Händlern/Bettlern belagert, so dass man nicht wirklich rauskonnte. Hätten wir gewusst, dass hier Schuhe und Hosen
Mangelware sind und die einem wirklich das dreckigste T-Shirt noch aus den Händen reißen, hätten wir sicherlich mehr eingepackt.

Gambia

Am 23.3. ging es dann von St. Louis endlich unserem Ziel BANJUL entgegegen. Diese Etappe wurde von den Orgs als eine der Härtesten bezeichnet, da es essentiell wichtig
ist die Fähre über den Gambia River möglichst früh zu erreichen. Es ging also Punkt 7 los. Gegen 12.00 hatte unser Konvio immerhin schon 160Km geschafft…
Die Straßen könnt ihr euch also dementsprechend vorstellen.
Gegen 18.00 kanmen wir dann nach dem Grenzübertritt dann an der Fähre an. Der Gambia River kann auf Höhe von Banjul nur mit Hilfe von Fähren überquert werden.
Von diesen Fähren gibt es wohl 3 Stück. 2 sind ehemalige Rhein-Fähren und eine ist aus England. An diesem Tag fuhr nur die aus England und von 3 Motoren lief überhaupt nur
einer. Entsprechend brauchte die Fähre 3 Stunden für eine Fahrt (Hin-und Zurück), so dass SEHR viel Gedult angesagt war. An der Fähre herschte jedoch Volksfest-Stimmung und
ca. 1000 Händler/Kinder wollten uns Getränke/Nüsse verkaufen (Natürlich in Euro) oder bettelten, was nach einer gewissen Zeit unendlich anstrengend wurde, so dass Lars und
ich die Ruhe unseres verschlossenen Autos vorzogen.
Nachdem wir dann mit der 2. Fährrunde den Gambia überqueren konnten ging es zur Blue Kitchen, dem Restaurant von Heinz (einem der Gründer der Rallye, der in Gambia wohnt).
Dort bekammen wir etwas zu essen und konnten danach direkt in unser Hotel, wo sich sofort ein komatöser Schlaf einstellte.

Die nächsten Tage verbrachten wir damit die verschiedenen Projekte zu besichtigen oder uns ein wenig am Pool zu entspannen.
Mittlerweile sind unsere Hilfsgüter alle in gute Hände abgegeben. Alle Sachen die wir für die Rallye dabei hatten haben wir in
einer konzertierten Aktion am “Turntable” einem Kreisel in Serrekunda, verkauft. Das war eine für uns sehr einprägsame Erfahrung.
Eigentlich hatten wir vor alles zu verschenken,jedoch ist das leider nicht so einfach, wie gedacht. Sobald man anfängt Sachen zu verteilen, gibt es sofort
Aufruhr und es kommt teilweise zu Kämpfen zwischen den Anwesenden.
Zusammen mit einigen anderen Teams stellten wir uns auf den Sandstreifen am Turntable und öffneten unseren Kofferraum, um die vorher
aussortierten Gegenstände wie z.B. unsere Kühlbox, Autozubehör, Isomatten, Decken, Kissen usw. zu verkaufen. Dass es dabei zu
tumultartigen Szenen kommen würde, war uns nicht klar. Jeder der Anwesenden grabschte sich alles was in Reichweite war und
leider wurden in diesem initialen Gedrängel auch einige Sachen gestohlen. Aber es hilft sicher irgendjemandem jetzt. Schwierig
waren auch die Preisverhandlungen. Immer mussten wir einen Preis vorgeben (zum Umrechnen: 1 Euro entspricht ca. 40 Dalasi),
wobei wir ja prinzipiell ja sowieso keinen wirklichen Gewinn machen wollten und daher alle Gegenstände im Bereich von 1-2 Euro verkauft wurden.
Insgesamt waren wir froh, die meisten Sachen los zu sein, aber es war doch relativ stressig.

Auktion
Die Auktion fand am 27.3. vor dem Independence Stadium in Banjul statt. Wir fuhren vom Hotel direkt zum Stadion, während die anderen in einem Konvoi vom Campingplatz kamen.
Gegen 11.00 fing die Auktion an und unser Volvo wurde eher am Anfang ersteigert. Leider wurde der Zuschlag bei “nur” 38000 Dalasi gegeben und an einen Autohändler, aber dazu
später mehr. Im Laufe der Auktion stiegen die Preise deutlich an, so dass sogar ein goldener Golf für über 70000 wegging.
Am Ende der Auktion hatte der Händler der unseren Wagen gekauft hatte, auch den der Sperlinge, den Passat von Spökenkieker und einen weiteren Passat. Zu unserem Unglück war
der Händler sehr unfreundlich und wollte 2000 Dalasi Miete für jeden Tag haben, falls wir die Fahrzeuge weiterfahren wollen würden… (Zum Vergleich: Alle anderen durften Ihre
Fahrzeuge selbstverständlich bis zum Abflug weiterbenutzten und ein Mietwagen kostet hier 1000 Dalasi am Tag).
Abgesehen dieser unverschämten Forderung teilte uns der Händler auch mit, dass er alle Fahrzeuge nach Guinea-Bisau exportieren würde. Da wir nun auch nichtmal die “Special-
Features” unseres geliebten Volvos zeigen konnten/sollten, betrübte uns zusätzlich. Hatten wir uns doch vorgestellt, dass ein Einheimischer von diesem großartigem Fahrzeug mit
2 schaltbaren Batterien uvm. noch mehrere Jahre profitieren könnte.
Schade, aber sei’s drum.

So viel zu der Rallye.

Wir möchten nochmal allen die unsere Reise verfolgt und unterstützt haben bedanken.
Vielen, Vielen Dank an alle Sponsoren!

viele Grüße aus dem sonnigen Gambia,

Lars und Daniel

Bonjour! Ca va? C’est bon?Allemand?

So werden wir hier an jeder Kontrolle begrüsst. Aber dazu mehr später.

Wir befinden uns mit den Sperlingen in einem Internet-Cafe in Daklah, Marokko, West Sahara.  Hierher gefunden haben wir mit Hilfe eines freundlichen Senegalesen, der dafür mit einem Mobil-Cap belohnt wurde. Draussen strahlt (endlich!) die Sonne und unsere Einkäufe für die morgen beginnende Wüstenetappe sind bereits im Auto verstaut (65l Wasser, 85l Benzin in Kanistern + Essen für 5 Tage). Dakhla ist eigentlich ganz schön und liegt auf einer Landzunge von Wasser umgeben. Der Wind weht stetig und es ist eigentlich Ideal zum Surfen und  Segeln. (Beim Einfahren haben wir ein “Surfen verboten” – Schild gesehen).

Zum Strand werden wir wohl noch fahren, die andere Seite sollte jedoch gemieden werden: Alles vermint (laut den Orgs haben sich 2007 2 Franzosen da in die Luft gesprengt und sind dann irgendwo im nichts verblutet).

So, nun zu den letzten Tagen seit Marrakech:

In Marrakech haben wir den Tag dann im strömenden Regen verbracht und waren abends schön mit der Gruppe essen. Rückfahrt im antiken W123 Mercedes mit 5 Mann.. relativ abenteuerlich. Die Fahrt vorgestern nach Layoume war zum ersten Mal richtig “Tour”. Wüste/Kamele und weniger Menschen. Gestern sind wir hierher nach Dakhla gefahren, was nun wirklich nich noch Wüste war. 500km durch nichts, unterbrochen von Geisterstädten und Polizei-Kontrollen… Diese mussten immer durch Stifte/Bier o.ä. als “Souvenir/Cadoux) bestochen werden. Die Landschaft war jedoch wirklich traumhaft. Teilweise sieht man auf dem Weg “Slum-Städte” wo anscheinend Flüchtlinge auf eine Überfahrt zu den Canaren hoffen.
Verfahren kann man sich nicht wirklich, es gibt einfach nur EINE Straße.

Bei der Durchfahrt durch einen leichten Sand/Regensturm fahren mussten (ja.. es regnet auch in der Sahara…) haben wir scheinbar einen Rallyeaufkleber verloren (oder er wurde irgendwo in der Stadt geklaut). Lars versucht gerade mal, ob wir den nicht nochmal Drucken können.

Ab morgen sind wir dann erstmal 5 Tage wahrscheinlich nicht erreichbar. Melden uns aber dann, wenn wir wieder in der Zivilisation sind.

Also Au Revoir

Lars und Daniel

Hallo an alle!

Wir sitzen grade in Marrakech in einem Internetcafé und konnten uns endlich wieder mit dem Neuesten versorgen. Bei uns ging es in den letzten Tagen ereignisreich zu. Vorweg: Alle sind wohlauf und auch der Volvo funktioniert stoisch ohne Probleme.

Nachdem wir mit der Fähre nach Marokko übergesetzt hatten, mussten wir zuerst (auch im Rallyebericht zu lesen) an der Grenze “entspannen” und haben den ersten Eindruck von Afrikanischer Organisation bekommen. Alles ging ziemlich durcheinander, schließlich wurde unser Auto aber nicht durchsucht und wir konnten (nachdem wir unsere Landkarten vorgezeigt hatten zur Kontrolle des Grenzverlaufs) in Marokko einreisen.

Das Autofahren hier ist ziemlich turbulent: Personen sitzen auf den Leitplanken der Autobahnen (Was ist ihr Auftrag?!), laufen auf der Fahrbahn, schneiden Kräuter auf dem Mittelstreifen oder fahren Mofa entgegen der Fahrtrichtung.

Gestern sind wir vom ersten Campingplatz gen Süden gefahren und haben auf dem Weg das antike Lixus bestaunt. Danach haben wir einen Abstecher in den Feierabendverkehr von Casablanca gemacht: Böser Fehler, 3 Stunden im Stau, aber Daniel hat erfolgreich seinen “Marrokanischen Führerschein” gemacht: Hupen und Losfahren. Die Anderen halten dann an….

Die Menschen sind sehr freundlich und jeder grüßt und winkt uns zu, wenn wir mit dem Rallyeauto durch die Stadt fahren, der Konvoi mit Team Wüstensperling scheint Eindruck zu machen.

Gestern Abend haben wir dann unser Lager auf dem nächsten Campingplatz aufgeschlaten. Mit Plane zwischen unseren beiden Boliden haben wir bis spät in die Nach  geredet und Bier getrunken (aus Spanien importiert), denn heute ist Ruhetag.

Daher sind wir mit dem Sammeltaxi nach Marrakech gefahren und wollen nun mit Team Mövenschiet die Stadt erkunden. Wegen technischer Probleme mussten die Wüstensperlings zunächst auf dem Campingplatz bleiben.

Leider können wir von hier keine Bilder hochladen, da dieser 486er Computer keine Anschlüsse für irgendwas hat, beim nächsten Wlan werden aber zumindest Handybilder hochgeladen.

Viele Grüße aus der Sonne (jedenfalls Zeitweise)

Daniel und Lars

Liebe Fans und Freunde,
wir sind mittlerweile wohlbehalten in Hohberg angekommen und genießen ein wohlverdientes Feierabendbier. Dank geht an Team Mövenschiet, deren Internet wir für diesen Post nutzen dürfen!
Nach einem Wackelkontakt am Bremslicht gab es heute eigetlich keine besonderen Vorkommisse, bei strahlendem Sonnenschein und etlichen Rastpausen haben wir den Weg in guter Zeit zurückgelegt. Morgen werden wir früh aufbrechen und direkt (weiter als die offizielle Route) nach Toulouse fahren. Unsere Berechnungen ergeben eine Strecke von ca. 1000km, es verspricht also ein anstrengender Tag zu werden.

Vermutlich ist dies vorerst unser letzter ausführlicher Bericht und auch die Frequenz der Twitter-Updates wird in Frankreich abnehmen (kein mobiles Internet mehr). Sobald aber ein freies WLAN auftaucht werden wir euch natürlich auf dem Laufenden halten. An dieser Stelle nochmals allergrößten Dank an eure Unterstützung und stay tuned!

Heute abend (1.März) zwischen 20 und 22 Uhr kommt wohl ein kleiner Beitrag über die Tour und unser Team im Radio bei NDR 1 Welle Nord.

Vielen Dank an Herrn Brian Rupp für das nette Interview!

Noch 3 Tage!!

Wir haben endlich unsere Visa für Mauretanien!
Allergrößten Dank an Julia, die heute ihre Arbeitszeit geopfert hat, um persönlich bei der Botschaft vorzusprechen. Nachdem die Visa schon letzten Dienstag verschickt werden sollten, fehlten Donnerstag auf einmal 20€, die wir umgehend per Express nach Berlin schickten. Resultat: “Annahme verweigert”.
Der Persönliche Auftritt hat sich also gelohnt, auch wenn es mysteriöserweise anscheinend nicht einmal einen offiziellen Eingang zu der Botschaft gibt. Trotzdem (oder gerade deswegen?) freuen wir uns auf unsere Reise in das sehr mysteriöse Mauretanien, um dort Land und Leute besser kennenzulernen.

Wagenheber!

Zusätzlich haben wir heute einen der letzten noch fehlenden Gegenstände von unserer Liste gespendet bekommen. Ein “Hydraulischer Rangierwagenheber, 2t” wird uns auf der Rallye gute Dienste leisten. Vielen, vielen Dank an Bodo, Johannes, Michael, Mucho und Stephan!

Damit ist unsere Ausrüstung sogut wie komplett, am Wochenende wurden auch die finalen Arbeiten an Dachträger und Zweitbatterie fortgesetzt und werden hoffentlich Dienstag abgeschlossen. Am Mittwoch geht es dann samt Rallyeauto nach Hannover und Donnerstag weiter nach Dresden. Dort werden wir dann am Freitag am offiziellen Prolog am Elbufer teilnehmen!

Wir (1/2)

Wir (2/2)

Am 12. Februar waren wir zusammen mit Team Wüstensperling Performance beim Rallye-Vortreffen in Dresden. Der Geselligkeit (und des Spritverbrauchs) wegen haben wir eine Fahrgemeinschaft gebildet und so endlich auch den Sperling’schen BMW von innen genauer unter die Lupe genommen.

Die Fahrt gestaltete sich ohne größere Zwischenfälle relativ entspannt. Lediglich das bekannte Druckproblem der Kupplungshydraulik nach längeren Fahrten zwang uns vor der Abfahrt von der Autobahn auf einen Rastplatz, wo dann (um eine Verkehrsbehinderung in der Stadt zu vermeiden) ein wenig “gepumpt” werden musste.

Da wir etwas früher angereist war noch Zeit für einen Stadtbummel. Danach ging es endlich in den Breitengrad e.V. zu den Orgs. Die Veranstaltung war informativ und die ein oder andere Frage konnte noch geklärt werden. Zusätzlich war es schön die Orgs schonmal persönlich kennenzulernen, und zu sehen mit wem man sich da auf die 7500km lange Reise begibt. Abgerundet wurde das ganze mit einigen Videos, die uns allen (natürlich) sofort Lust auf mehr machten.

Roadbook

Weiterhin erhielten wir unsere langersehnten Roadbooks, so dass wir mit der Planung unserer Europaroute beginnen konnten.

Kühlbox

In der Zwischenzeit ist auch die Kühlbox eingetroffen, dem leiblichen Wohl (aka. einem gekühlten Bier) steht also nichts mehr im Wege.

Für das nächste Wochenende ist endlich die Fertigstellung des Dachträgers sowie die Verkabelung der Batterie geplant, und dann geht es auch schon los :)

(Vorher müssen allerdings noch einige Klausuren bewältigt werden, also Daumen drücken ;) )

P.S.: Besten Dank an Johannes, dessen Server wir für die restliche Zeit nutzen dürfen, was unserer Seite einen spürbaren Geschwindigkeitsschub beschert hat!

Wir haben ein Radkreuz – Danke Akin.

Am letzten Wochenende durften wir zu Gast in der Schrauberhölle/höhle des Teams “Wüstensperling Performance” sein und haben unser Projekt gleich mit multiplizierter Kraft vorangetrieben.

Die Hauptbeschäftigung des Tages

Zuerst stand jedoch ein gemeinsamer Ausflug zum Ranger Shop in Rendsburg (vielen Dank für die tolle Unterstützung, sogar nach Ladenschluss!) auf dem Plan, bei dem wir uns großzügig mit vielen benötigten Utensilien für unsere Tour eingedeckt haben.

Später haben wir uns dann (angetrieben von einer Endlosschleife “Best of ’98′ gefolgt von Seemans-Shantys) wieder dem Volvo zugewandt. Das Wetter zeigte sich übrigens das ganze Wochenende von seiner besten Seite und erfreute uns mit Windstärke 10 und daher seitlich einfallendem Regen (ohne Pause). Aber sowas tut uns wettergegerbten Kielern natürlich garnix.

Verkleidungspuzzle

Als allererstes wurden die neuen Türlogos aufgeklebt. Weiterhin wurden zur demontage des zerfetzten Dachhimmels alle Seitenverkleidungen demontiert. Dabei sind sie wie immer in  1000 Teile zersprungen, daher wurde anschließend alles zusammengepuzzelt und mit Folie überzogen (die wir noch von den Rallyestreifen übrig hatten).

Zusätzlich wurde der extra verstärkte Zigarettenanzünder für die Kühlbox verlegt und mit eigener Sicherung verkabelt und ein LED Tagfahrlicht als extra Kofferraum/Rückleuchte angebaut.

Abgestürzter Dachhimmel

Den Großteil des Schrauberwochenende nahm aber die Reparatur des Dachhimmels ein. Nachdem die Seitenverkleidungen demontiert waren, gab es kein Halten mehr und nur dank tatkrätigter Unterstützung von Tristan und Jan-Thorben vom anderen Team konnte maximale Zerstörung abgewendet werden.

#win!

Nach der Demontage war der alte Stoff sehr schnell entfernt (das hatte er ja auch vorher schon großteils von selbst getan). Dann ging es dem eigentlichen Übel an den Kragen: Dem porösen Schaumstoffkleber darunter. Dieser konnte recht gut abgespachtelt und abgebürstet werden, so dass die Grundpappe danach für das Bespannen mit neuem Nadelfilz bereit war.

Schließlich wurde der Himmel incl. aller (mittlerweile wieder zusammengeklebten) Seitenverkleidungen in einer extrem Schweißtreibenden und Nervenaufreibenden Aktion wieder montiert.

Porösen Kleber abkratzen

Fazit: Sowas wollen wie NIE, NIE wieder machen, aber das Resultat kann sich sehen lassen.

Neuer Stoff

Besonderer Dank geht an dieser Stelle neben dem Team “Wüstensperling Performance” auch an Jan-Thorbens Eltern für das luxusmäßige Catering und dafür, dass wir so freundlich umsorgt wurden!





Neuer Himmel

Am Ende des Tages

Verpflegung